Aschenputtel
von pyuumarmelade

Aschenputtel

Eines Tages machte die Nachricht die Runde, dass der König ein dreitägiges Fest feiern wolle. Im Zuge dessen sollte sich der Prinz eine Jungfrau ausgucken, die er ehelichen könne. Selbstverständlich war auch Aschenputtel eingeladen, doch es fehlte ihr an einer passenden Garderobe. Sie half dabei, ihre Stiefmutter und die Stiefschwestern herauszuputzen und die böse Stiefmutter leerte ihr eine Schüssel Linsen in die Asche neben dem Ofen. Sollte es Aschenputtel gelingen, alle Linsen sortieren, dürfe sie mit. Allerdings waren es so viele Linsen, dass Aschenputtel bis Mitternacht dafür gebraucht hätte. Doch Hilfe war bereits im Anmarsch, nämlich in Form von zwei weißen Tauben, diese halfen dem Mädchen, die Schlechten ins Kröpfchen, die Guten ins Töpfchen zu sortieren. Innerhalb kürzester Zeit waren die Linsen sortiert. Die Schwestern waren erbost, weil das Mädchen so schnell fertig war, aber natürlich durfte Aschenputtel dennoch nicht mit aufs Fest. Am nächsten Abend ließ sie sich wieder von den zwei Tauben beim Sortieren helfen, und da die Kleiderfrage immer noch ungelöst war, begab sie sich zu dem Bäumchen auf dem Grab. Rütteln, schütteln - und schon lag ein prachtvolles Kleid vor ihr. Auf dem Fest angekommen, hatte der Prinz nur Augen für sie. Aschenputtel war in ihren Kleidern so schön, dass sie von niemanden erkannt wurde. Natürlich wartete am nächsten Abend wieder eine Schüssel mit Linsen auf das Mädchen und natürlich kamen wieder die Tauben, um zu helfen. Das Bäumchen wurde erneut gerüttelt und geschüttelt und das Mädchen ging auf das Fest. Allen blieb der Mund offen stehen, angesichts ihrer Schönheit, doch sie wurde von niemanden erkannt. Da sie immer so schnell verschwand, ließ der Prinz die Treppe mit Pech bestreichen, und als Aschenputtel sich am späten Abend davon machen wollte, blieb ein Schuh auf der Treppe hängen. Nun musste der Prinz nur noch die Trägerin finden, damit er das Mädchen heiraten konnte. Aschenputtels Stiefschwestern schnitten sich Zeh und Ferse ab, um in den Schuh zu passen, doch die Tauben machten ihnen einen Strich durch die Rechnung. Sie riefen dem Prinzen den Satz: "Rucke di guh, rucke di guh! Blut ist im Schuh. Der Schuh ist zu klein, Die rechte Braut sitzt noch daheim!" zu und somit war klar, dass der Prinz die falsche Frau gefunden hatte. Der Prinz brachte die Stiefschwestern wieder heim und verlangte das dritte Mädchen zu sehen. Die Stiefmutter wollte nicht, doch der Prinz bestand auf die Schuhprobe. Natürlich passte der Schuh wie angegossen und der Prinz nahm seine zukünftige Gemahlin gleich in seiner Kutsche mit.




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