DAS MÄRCHEN VON DER HEXE DIE ZAUBERER VERWANDELTE
von gitech99

DAS MÄRCHEN VON DER HEXE DIE ZAUBERER VERWANDELTE

es war einmal vor langer, langer zeit eine alte hexe, die verhärmt und verbittert darüber war, dass sie jungfräulich sterben wird und niemals in ihrem leben für ihre wahre gestalt von einem mann liebevoll berührt worden ist.
tief im wald hatte sie sich verkrochen und wartete auf ihr trockenes ende als sie beschloss, noch einmal in ihre glaskugel zu blicken, ob es nicht doch irgendwo im land einen mann gäbe, mit dem sie das reich der liebe entdecken könnte.
drum strich sie mit den händen über ihre magische kristallkugel und suchte das weite land ab. aber da sie nur noch schlecht sehen konnte, verirrte sich ihr fernblick gradewegs in eine lustvolle zauberer orgie, die alle miteinander spaß hatten und sich gegenseitig genuss bescherten.
erschrocken kam ihr der gedanke, dass sie nur deswegen ein leben lang unberührt geblieben sei, weil die männer alle miteinander spaß haben und diese deshalb keine hexen mehr beglücken wollten. war sie eben noch kurz davor, ihr schicksal für besiegelt zu halten, kam ihr jetzt ein verherender plan in den sinn, wie sie die männer davon abbringen könnte, weiter mit anderen männern befriedigung zu erlangen.
die hexe ritt auf ihrem besen durch die luft gradewegs zu dem berauschenden fest. erst erfasste sie nur die blanke eifersucht, wie sie hautnah mitbekam, wie gut es den männern tat, sich gegenseitig zu verwöhnen, aber alsbald kam ihr eine list in den sinn: hätten alle keine lust mehr sich gegenseitig zu beglücken, dann würde bestimmt einer von ihnen vor lauter unzufriedenheit zu ihr ins hexenhäuschen kommen, um auch ihr gutes zu tun.
sie ging nach und nach von einem zauberer, der grade vom zauberstab eines anderen verwöhnt wurde, zum nächsten und gab jedem von ihnen einen magischen trank, der das gefühl verwöhnt zu werden noch zehn mal schöner werden ließ. doch die medizin hatte eine hinterhältige nebenwirkung, nämlich dass die männchen faul und schlapp wurden und sie ihren eigenen zauberstab nicht mehr selber benutzen konnten oder wollten, um sich bei ihrem zauberer für das gute, das er ihnen getan hat zu bedanken.
einige der verhexten bemerkten die veränderungen in sich und es kam ihnen falsch vor, den anderen nicht auch das gute zu geben, dass man selbst von ihnen empfangen will.
die hexe verstreute ihre zweifel mit einer lüge:
'du bist ein bottom. es gibt unter den zauberern die tops und die bottoms. die tops bezaubern andere, die bottoms werden bezaubert. so war es schon immer, nur hast du noch nicht deinen wahren platz im magischen reich gefunden, weil du dem richtigen zauber-top noch nicht begegnet bist. wenn einer von dir mit deinem zauberstab verwöhnt werden will, sag ihm nur, dass du ein bottom zauberer bist. so bist du halt.'
doch je mehr zauberer die hexe mit ihrer list in schlaffe, genusssüchtige, passive bottom zauberlehrlinge verwandelt hatte, desto mehr von ihnen fragten sich, wo denn die zauber-tops überhaupt sind, die ihren passiv-devoten zustand so geil ausnutzen wollen. alle lagen doch nur noch herum, streckten das hinterteil in die luft und warteten darauf, von einem anderen mit dessem zauberstab beglückt zu werden. doch nichts geschah.
also flüsterte die hexe ihnen ein märchen ins ohr, das die zweifel zerstreuen sollte und die zauberer noch weiter auseinander trieb:
'hinter den sieben bergen bei den sieben zwergen wohnt ein unglaublich großer, starker, gutaussehender, erfahrener und etwas älterer mann als du. er ist immer nackt und geil und so potent wie alle anderen männer des landes zusammen. er will den ganzen tag nur eins: zauberlehrlinge mit seinem großen zauberstab verwöhnen. sein name ist geheim, aber nur dir will ich ihn verraten. er lautet 'master-top'. wenn du ihn findest und ihn mit seinem wahren namen ansprichst, wird er dich für immer glücklich machen wollen und du musst nie wieder selbst das eher aktivere männchen spielen, das du nicht sein kannst oder nicht sein willst. geh gleich los und schau, dass du ihn als erster findest.'
so machte sich einer nach dem anderen auf den weiten weg durch den dunklen wald um die sieben berge zu finden, hintern denen der sagenumwobene master-top lebt, der einen bottom zauberlehrling immer weiter beglücken will. die passive seite der lust hatte von ihnen besitz ergriffen.
zufrieden lächelnd flog die hexe zurück in ihr kleines häuschen und war sich sicher, dass der mann ihres lebens nun doch noch zu ihr findet und sie auch endlich bezaubert wird.
aber nichts geschah. die sonne ging auf. die sonne ging unter. dann eines tages hörte sie wie sich aus der ferne jemand ihrem häuschen näherte. sie wurde ganz aufgeregt und machte sich gleich zurecht und schön. dann hörte sie das echo eines verzweifelten rufens: 'master-top. master-top, wo bist du? ich bin hier, dein ergebener bottom, der dir all seine hingabe schenken will. master-top - erlöse mich!'
mit jedem tag den sie älter wurde, drangen mehr und mehr flehende stimmen aus der dunkelheit des waldes in ihr ohr.
eines morgens erblickte sie zwischen den bäumen im nebel überall einsame, traurige zauberlehrlinge auf dem weg zu den sieben bergen, so weit sie mit ihren alten augen noch in die ferne schauen konnte. jeder von ihnen monoton und kraftlos den vermeintlich magischen ruf nach dem großen master-top vor sich hin weinend.
sie hatte gewonnen und doch verloren.
und so lebten alle glücklich und zufrieden bis ans ende ihrer tage.




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